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NEWS zu Gefahrgut uns Sicherheitsmanagement

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Verordnung 2019/1148 Ausgangsstoffe für Explosivstoffe

Ab dem 1. Februar 2021 ist die neue Verordnung der Europäischen Union über die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe in Kraft (2019/1148/ EU) getreten. Mit dieser und der Vorgängerverordnung (EG) Nr. 98/2013 sollen seit September 2014 Maßnahmen etabliert werden, die den Missbrauch von Explosivstoffen für kriminelle und terroristische Taten verhindern sollen.

Eine Übersicht zu der neuen Verordnung 2019/1148  Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffen kann hier als PFD-File kostenlos geladen werden.

Eckpunkte
Bestimmte Chemikalien, die früher problemlos in Drogerien, Apotheken und Baumärkten erhältlich waren, eignen sich zur Herstellung brisanter Explosivstoffe mit relativ einfachen Methoden. Während diese Chemikalien für Gewerbe und Industrie weiterhin zugänglich bleiben, wurde der Verkauf an Privatkunden eingeschränkt.
Die Abgabe der in Anhang I der Verordnung (EU) 2019/1148 angeführten Stoffe sowie der Gemische oder Stoffe, die diese Stoffe enthalten („beschränkte Ausgangsstoffe für Explosivstoffe“) an Privatpersonen ist über den dort festgelegten Konzentrationen verboten. Stoffe mit geringeren Konzentrationen als in Anhang I (Spalte 2 Grenzwert) der Verordnung festgelegt, sind weiterhin ohne Vermarktungsbeschränkungen für Privatpersonen erhältlich.

Wesentliche Änderung für Unternehmen und Gewerbe
Der Bezug ist weiterhin ungehindert möglich. Es wurde dafür erhöhte Dokumentationsverpflichtungen für Wirtschaftsteilnehmer, die Ausgangsstoffe an gewerbliche Verwender oder andere Wirtschaftsteilnehmer abgeben sowie spezielle Meldeverpflichtungen, auferlegt.

Wesentliche Änderung für Privatpersonen
Ab dem 1. Februar 2021 ist eine Abgabe von Produkten mit einer höheren an Privatpersonen nur mehr zulässig, wenn die Stoffe mit einer höheren Konzentration als in Anhang I, Spalte 2 bis einschließlich des Konzentrationsgrenzwerts in Spalte 3, nur dann möglich, wenn diese eine von der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde ausgestellte Genehmigung vorweisen können.

Ausnahmegenehmigungen für Privatpersonen
Wie eine solche Genehmigung ist im Chemikaliengesetz 1996 §10 Abs. 3 und 4 geregelt. Ein Muster für das Antragsformular ist auf der Bundesministeriumshomepage veröffentlich.
Zusätzlich ist dem Antrag ein schlüssiges Gutachten eines allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen für Chemie, eines staatlich befugten und beeideten Ingenieurkonsulenten oder eines Zivilingenieurs für Chemie oder technische Chemie anzuschließen. Dieses Gutachten hat folgende Punkte nachzuweisen:

• Der Bedarf muss nachweislich gegeben sein
• Die beantragte Menge im realistischen Verhältnis zur Verwendung
•  Eine geringeren Konzentrationen ist nicht geeignet
• Kann nicht durch andere Chemikalien ersetzt werden kann

Die Bezirksverwaltungsbehörde hat zu prüfen, ob der Antragsteller das 18. Lebensjahr vollendet hat, der Antragsteller verlässlich ist, die beantragte Verwendung rechtmäßig ist und ein Gutachten vorliegt sowie die vorgeschlagenen Aufbewahrungsvorkehrungen die sichere Aufbewahrung (insbesondere verstellbar und für Dritte unzugänglich) des beschränkten Ausgangsstoffes für Explosivstoffe gewährleisten.
Die Bezirksverwaltungsbehörde kann eine Genehmigung nur dann abweisen, wenn die Vorraussetzungen nicht oder nicht vollständig erfüllt sind. Die per Bescheid erteilte Genehmigung hat unverzüglich durch die Behörde an den Landeshauptmann und an die Nationale Kontaktstelle zu ergehen und kann für maximal 3 Jahre Gültigkeit ausgesprochen werden.
Die erhobenen Daten im Genehmigungsverfahren sind nach spätesten 5 Jahre nach Erlöschen der Genehmigung von der Behörde zu löschen.

Kosten für die Erstellung des benötigten Gutachten in der54 ZT Kanzlei Dr. Daniel Herzog liegen überlicherweise zwischen  540 und 900 Euro exl. Mwst.

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Beschreibung

Leistungsbeschreibung

Arbeitnehmerschutz

 

Wir bieten Unterstützung im Arbeitnehmerschutz und beraten als externe Sicherheitsfachkraft in allen Belangen des ASchG im Betrieb und gegenüber dem Arbeitsinspektorats. Dies kann durch Begehung der Arbeitsstätten oder durch Aufbau bzw. Adaptierung der Arbeitsplatzevaluierung, Generierung des Sicherheits- und Gesundheitsdokuments, Erstellung eines Gefahrstoffkatasters und PSA Katalogs bis hin zur Unterweisung. Beim Umgang mit Brennbaren Flüssigkeiten VbF können explosive Gemische entstehen, hierbei müssen zusätzlich die s.g. Explosionsschutzdokumente aufgebaut werden.

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Gefahrgutmanagement

Als Serviceleistung bieten wir die Klassifizierung bzw. Einstufung von Gefahrstoffen gem. ADR und erforderliche Bezettelung, Kontrolle der Transportpapiere, Prüfung der Zulässigkeit der Verpackungen und der Zulassung sowie der wiederkehrenden Prüfung von ortsbeweglichen Tanks. Daneben besteht die Möglichkeit Dr. Daniel Herzog, als externen Sicherheitsberater bzw. Gefahrgutbeauftragten gem. GGBG §11 behördlich zu benennen, um somit die Schulung der Mitarbeiter zu sichern, und die Einhaltung der Vorschriften zur Gefahrgutbeförderung zu kontrollieren. Als Sicherheitsberater übernehmen wir auch die Erstellung des verpflichtenden Jahresberichts sowie die der Unfallmeldungen.

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Betriebsanlagen

Wir stehen ihnen Im Zuge von Neueinreichungen oder Erweiterungen von Betriebsanla-gen stehen wir ihnen bei behördlichen Begehungen beratend zur Seite und können, im Falle einer erteilten Vertretungsbefugnis, in ihrem Namen mit der Behörde verhandeln, Schreiben beantworten oder gegen Bescheide berufen. Auf Auftrag prüfen wir im Rah-men der wiederkehrenden Prüfung nach 82b GewO, ob gewerberechtliche Vorschriften (Gesetze oder Verordnungen) vorliegen, die ohne bescheidmäßige Vorschreibung unmittelbar für die Betriebsanlage gelten und, ob die Anlage diesen entspricht. Im Zuge un-serer Consultingtätigkeit können wir sie beim Aufbau ihren Rechtskatasters sowohl be-ratend als auch bei der softwaretechnischen Abbildung unterstützen.

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Chemische Untersuchungen

Wir bieten diverse chemische Untersuchungen in unserem Labor und Partnerlaboratorien an und erstellen ihnen Gutachten und/oder organisieren und führen normgerechte Probenahme aus. Unsere Hauptgebieten liegen sowohl in der Trinkwasser- und Hygienekontrolle als auch in der Überprüfung der Arbeitsplatzmessungen von gefährlichen Arbeitsstoffen oder in der Überprüfung ihrer Abluftsysteme.
Ebenso beschäftigen wir uns mit einer Vielzahl von analytischen Fragestellung z.B. Ursachenfindung Kontaminationen im Produktionsprozess.

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Chemie Consulting

Unser Angebot hier ist umfassend und reicht von der Erstellung von Lagerkonzepten für Gefahrstoffe nach VbF, DruckgasverpackungsVO über die Bewertung der verwendeten Chemikalien bis hin zum Aufbau eines Gefahrstoffkataster oder der Entsorgung von Abfällen gem. abfallrechtlicher Normen. Wir übernehmen für sie die Einstufung bzw. Klassifizierung von Gefahrstoffen nach GHS/CLP und ADR und erstellen diverse verpflichtende Dokumente wie Sicherheitsdatenblätter, Kennzeichung von Behältnissen, Räumlichkeiten bzw. Etiketten, Betriebsanweisungen oder Datenbelätter für die Öffentlichkeit DetVO 648/2004/EG. Aufgrund der langjährigen Erfahrung unterstützen wir sie auch bei der Produktregistrierung im In- un Ausland nach REACH und Biozidverordnung.

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Sicherheitstechnische Prüfung

Wiederkehrende Prüfung der Lüftungsanlagen sind in verschiedenen Rechtsbereichen wie Arbeitsstättenverordnung AstV, Verordnung brennbarer Flüssigkeiten VBF, Verordnung explosiver Atmosphären, Grenzwertverordnung GKV vorgesehen. Wir bieten sowohl die erstmalige Prüfung für Sicherheitschänke nach VbF, als auch die wiederkehrende Prüfung an. Abzüge werden gem. EN 14175 auf ihre Abluftleistung überprüft.

Diese wiederkehrenden Prüfungen sind auch notwendig für die geforderten Explosionsschutzdokumente gem. VEXAT. Gerne unterstützen wir sie bei der Erstellung der EX Dokumente.

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Explosionsschutz

Nach den §§ 4 und 5 der Verordnung über explosionsfähige Atmosphären (VEXAT) zum ASchG ist der Arbeitgeber verpflichtet, im Rahmen der Evaluierung die Explosionsgefahren zu ermitteln und zu beurteilen und auf dieser Grundlage ein so genanntes Explosionsschutzdokument zu erstellen und auf Stand zu halten.

Wir erstellen für sie die Explosionsschutzdokumentation gemäß VEXAT §5 und Beurteilen die Gefährdungen für Arbeitnehmer in den exponierten Bereichen. Mit unserer Erfahrung erstellen wir das Zonenkonzept und legen die technischen und organisatorischen Maßnahmen fest.

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Exposition am Arbeitsplatz

Die sichere Verwendung von Chemikalien am Arbeitsplatz ist regelmäßig zu evaluieren. Dabei ist u.a. die inhalative Exposition der Arbeitnehmer zu berücksichtigen.

Wir erstellen für sie eine Abschätzung der Exposition mit mathematischen Modellen als Alternative zu den aufwändigeren messtechnischen Bestimmungen. Ebenso begleiten wir sie bzw. führen wir für sie Grenztwert-Vergleichsmessungen und Kontrollmessungen gem. GKV zur Überprüfung der Einhaltung der MAK- und TRK-Werte bei ihnen vor Ort durch.
Lassen sie sich auch absichern, ob ihre die verwendeten Persönlichen Schutzausrichtung, wie Atemschutz (PSA), auch ausreichend Schutz für ihre Arbeitnehmer aufweist.

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News

NEWS zu Gefahrgut uns Sicherheitsmanagement

  • Neueinstufung Salpetersäure HNO3

    Eine neue Einstufung als akut toxisch bezüglich Inhalation wird nun ab 26 % Salpetersäure vorgeschlagen. Daraus ergeben sich neue CLP Einstufungen und rechtliche Konsequenzen für formulierte Produkte auf Basis Salpetersäure.

  • Sicherer Umgang mit Peressigsäure

    Produkte auf Basis von Peressigsäure sind hochwirksamen und ökologisch
    unbedenklichen Desinfektionsmittel aber dennoch sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang und Lagerung dieser Produkte zu beachten.

  • Neue Verordnung für Ausgansstoffe für Explosivstoffe in Kraft

    Die Neuerungen im Unionsrecht umfassen den Erwerb von beschränkten Ausgangsstoffen durch Privatpersonen, Dokumentationsverpflichtungen, sowie neue Verpflichtungen für Online-Marktplätze.

 
Zur Person

Zur Person Daniel Herzog

Leiter einer Forschungs und Entwicklungsabteilung für Reinigung- & Desinfektionsmittel
Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker für Technische Chemie
Sicherheitsfachkraft SFK (ausg. Untertage Bergbau) gem. § 73 ASchG
Fachperson für Explosionschutz ÖNORM 2200
Sicherheitsbeauftragter gem. GGBG §11
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger


Ziviltechniker sind gem.§292 ZPO befugt zur Ausstellung öffentlicher, mit dem Siegel unterfertigter Urkunden bzw. Gutachten für Behörden, Versicherungen und Gerichte.

Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige sind Personen, die nach einem eigenen Zertifizierungsverfahren in die von den Präsidentinnen und Präsidenten der Landesgerichte geführte Gerichtssachverständigenliste 
www.sdgliste.justiz.gv.at eingetragen werden.

Daniel Herzog

Kanzlei:
Linzerstrasse 110
3002 Purkersdorf

Kontakt:
+43 699 141 80 200
kanzlei@zt-chemie.at

Social media:

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