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NEWS zu Gefahrgut uns Sicherheitsmanagement

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Transport von Leergebinde

Leere ungereinigte Gefahrgutverpackungen unterschiedlicher Füllmengen, fallen bei Herstellungsprozessen und im gewerblichen und industriellen Bereich sehr zahlreich an und müssen entsorgt oder dem Lieferanten wieder rückgeführt werden. In der folgenden Zusammenstellung wird dargelegt, welche Varianten der Beförderung von gebrauchten Leergebinden rechtlich möglich sind und welche besonders zu bevorzugen sind. 

Gemäß ADR 2019 gibt es unterschiedliche rechtliche korrekte Varianten zur Beförderung von Leergebinden mit der grundlegenden Unterscheidung zwischen gereinigt und ungereinigte Leergebinde.

Variante 1
Leer Verpackungen werden vor dem Transport gereinigt und stellen somit kein Gefahrgut mehr dar

Variante 2
Leergebinde erfüllen das Freistellungskriterium nach 1.1.3.5 ADR. Die Freistellung für leere Verpackungen, einschließlich IBC und Großverpackungen, die Stoffe/Zubereitungen der Klasse 2, 3,4.1,5.1, 6.1, 8 und 9 enthalten haben gilt als erfüllt, wenn geeignete Maßnahmen ergriffen wurden, um mögliche Gefährdungen auszuschließen. Es sei hier noch zu erwähnen, dass ein dichtes Verschließen nicht ausreichend im Sinne von geeigneten Maßnahmen darstellt, solange noch vorhandene Dämpfe weiterhin eine Gefahr darstellen können .

Wichtig für die Freistellung ist aber, dass an der Verpackungsaußenseite keine gefährlichen Rückstände mehr anhaften bzw. diese abgespült werden. 

Weiter unterliegen leere ungereinigte Verpackungen nicht den Vorschriften des ADR, wenn in der Stoffliste des ADR in Spalte 6 die Sondervorschrift 592.

Variante 3
Der Unterabschnitt 4.1.1.11 ADR hält fest: Leere Verpackungen, einschließlich leere Großpackmittel (IBC) und leere Großverpackungen, die ein gefährliches Gut enthalten haben, unterliegen denselben Vorschriften wie gefüllte Verpackungen, es sei denn, es wurden entsprechende Maßnahmen getroffen, um jede Gefahr auszuschließen.“ Dazu zählen u.a. auch die Dichtheit, Verwendungsdauer, Kennzeichnung und Bezettelung usw.

Daraus ergibt sich, dass auch für Leergebinde eine Freistellung nach 1.1.3.6 in Anspruch genommen werden kann, allerdings sind nach der 1000 Punkte-Tabelle in 1.1.3.6 ADR zwei Zuordnungen möglich, abhängig vom Inhalt, der vorher enthalten war. Ungereinigte leere Verpackungen, die Stoffen der Beförderungskategorie 0 enthalten haben werden ebenfalls dieser Kategorie zugeordnet. Alle anderen, also 1,2,3 und 4 werden der Beförderungskategorie 4 zugeordnet. 
In den Beförderungspapieren ist nach 5.4.1.1.6 LEERE VERPACKUNG MIT RÜCKSTÄNDEN VON ergänzt durch die den verschiedenen Rückständen entsprechende(n) Klasse(n) und Nebengefahr(en) in der Reihenfolge der Klassen, anzugeben. Hierbei muss Etikett des letzten Inhalts/UN-Nummern und GZ auf den Verpackungen belassen werden.

Beispiel: 
Ungereinigte leere Verpackungen, die Güter der Klasse 3 enthalten haben und die zusammen mit ungereinigten leeren Verpackungen befördert werden, die Güter der Klasse 8 mit der Nebengefahr der Klasse 6.1 enthalten haben, dürfen im Beförderungspapier bezeichnet werden als:

LEERE VERPACKUNGEN MIT RÜCKSTÄNDEN VON 3, 6.1, 8

Variante 4
Transport in loser Schüttung nach Unterabschnitt 7.3.1.1 ADR: „Abgesehen hiervon dürfen ungereinigte leere Verpackungen in loser Schüttung befördert werden, sofern diese Beförderungsart durch andere Vorschriften des ADR nicht ausdrücklich verboten ist.“ Es handelt hierbei immer um einen kennzeichnungspflichtigen Transport, sodass zum Beispiel Warntafeln mit Kennzeichnungsnummern erforderlich sind.

Variante 5
Seit der ADR 2015 gibt es auch die freiwillige Möglichkeit der Zuordnung zur UN-Nummer 3509. Abschnitt 2.1.5 ADR: „Leere ungereinigte Verpackungen, Großverpackungen oder Großpackmittel (IBC) oder Teile davon dürfen der UN-Nummer 3509 zugeordnet werden, wenn sie den Vorschriften für diese Eintragung entsprechen.“ 

Über die Sondervorschrift 663 nach Kapitel 3.3 werden dann weitere Details vorgegeben: Diese Eintragung darf nur für Verpackungen, Großverpackungen oder Großpackmittel (IBC) oder Teile davon verwendet werden, die gefährliche Güter enthalten haben und die zur Entsorgung, zum Recyling oder zur Wiederverwendung ihrer Werkstoffe befördert werden. Der Transport dieser Verpackungen zur Rekonditionierung, Wiederaufarbeitung und Wiederverwendung ist nicht nach UN 3509 gestattet.

UN 3509 ALTVERPACKUNG, LEER, UNGEREINIGT (mit Rückständen von 3, 4.1), 9 (E)


ZUSAMMENFASSUNG
Das ADR definiert keinen eindeutige Restmengenangaben was „leere“ Gebinde bzw. restentleerte Gebinde noch an Gefahrenstoffen enthalten dürfen. Der Transport gem. den Varianten 2, 4 und 5 ist nicht immer praktikabel bzw. wirtschaftlich , daher ist der Transport von ungereinigten Leergebinden nach Variante 3 gem. Kap. 1.1.3.6 ADR durch Freistellung ohne Mengenbegrenzung zu bevorzugen. Die ungereinigten Leergebinde sind lediglich entsprechend der Ladegutsicherung zu sichern (Kanister können z.B. gemeinsam auf einer Palette foliert werden) und in den Beförderungspapieren entsprechenden zu anzugeben.

Zum Beispiel: LEERE VERPACKUNGEN MIT RÜCKSTÄNDEN VON 3, 6.1, 8         5 IBC

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Beschreibung

Leistungsbeschreibung

Arbeitnehmerschutz

 

Wir bieten Unterstützung im Arbeitnehmerschutz und beraten als externe Sicherheitsfachkraft in allen Belangen des ASchG im Betrieb und gegenüber dem Arbeitsinspektorats. Dies kann durch Begehung der Arbeitsstätten oder durch Aufbau bzw. Adaptierung der Arbeitsplatzevaluierung, Generierung des Sicherheits- und Gesundheitsdokuments, Erstellung eines Gefahrstoffkatasters und PSA Katalogs bis hin zur Unterweisung. Beim Umgang mit Brennbaren Flüssigkeiten VbF können explosive Gemische entstehen, hierbei müssen zusätzlich die s.g. Explosionsschutzdokumente aufgebaut werden.

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Gefahrgutmanagement

Als Serviceleistung bieten wir die Klassifizierung bzw. Einstufung von Gefahrstoffen gem. ADR und erforderliche Bezettelung, Kontrolle der Transportpapiere, Prüfung der Zulässigkeit der Verpackungen und der Zulassung sowie der wiederkehrenden Prüfung von ortsbeweglichen Tanks. Daneben besteht die Möglichkeit Dr. Daniel Herzog, als externen Sicherheitsberater bzw. Gefahrgutbeauftragten gem. GGBG §11 behördlich zu benennen, um somit die Schulung der Mitarbeiter zu sichern, und die Einhaltung der Vorschriften zur Gefahrgutbeförderung zu kontrollieren. Als Sicherheitsberater übernehmen wir auch die Erstellung des verpflichtenden Jahresberichts sowie die der Unfallmeldungen.

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Betriebsanlagen

Wir stehen ihnen Im Zuge von Neueinreichungen oder Erweiterungen von Betriebsanla-gen stehen wir ihnen bei behördlichen Begehungen beratend zur Seite und können, im Falle einer erteilten Vertretungsbefugnis, in ihrem Namen mit der Behörde verhandeln, Schreiben beantworten oder gegen Bescheide berufen. Auf Auftrag prüfen wir im Rah-men der wiederkehrenden Prüfung nach 82b GewO, ob gewerberechtliche Vorschriften (Gesetze oder Verordnungen) vorliegen, die ohne bescheidmäßige Vorschreibung unmittelbar für die Betriebsanlage gelten und, ob die Anlage diesen entspricht. Im Zuge un-serer Consultingtätigkeit können wir sie beim Aufbau ihren Rechtskatasters sowohl be-ratend als auch bei der softwaretechnischen Abbildung unterstützen.

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Chemische Untersuchungen

Wir bieten diverse chemische Untersuchungen in unserem Labor und Partnerlaboratorien an und erstellen ihnen Gutachten und/oder organisieren und führen normgerechte Probenahme aus. Unsere Hauptgebieten liegen sowohl in der Trinkwasser- und Hygienekontrolle als auch in der Überprüfung der Arbeitsplatzmessungen von gefährlichen Arbeitsstoffen oder in der Überprüfung ihrer Abluftsysteme.

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Chemie Consulting

Unser Angebot hier ist umfassend und reicht von der Erstellung von Lagerkonzepten für Gefahrstoffe nach VbF, DruckgasverpackungsVO über die Bewertung der verwendeten Chemikalien bis hin zum Aufbau eines Gefahrstoffkataster oder der Entsorgung von Abfällen gem. abfallrechtlicher Normen. Wir übernehmen für sie die Einstufung bzw. Klassifizierung von Gefahrstoffen nach GHS/CLP und ADR und erstellen diverse verpflichtende Dokumente wie Sicherheitsdatenblätter, Kennzeichung von Behältnissen, Räumlichkeiten bzw. Etiketten, Betriebsanweisungen oder Datenbelätter für die Öffentlichkeit DetVO 648/2004/EG. Aufgrund der langjährigen Erfahrung unterstützen wir sie auch bei der Produktregistrierung im In- un Ausland nach REACH und Biozidverordnung.

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Sicherheitstechnische Prüfung

Wiederkehrende Prüfung der Lüftungsanlagen sind in verschiedenen Rechtsbereichen wie Arbeitsstättenverordnung AstV, Verordnung brennbarer Flüssigkeiten VBF, Verordnung explosiver Atmosphären, Grenzwertverordnung GKV vorgesehen. Wir bieten sowohl die erstmalige Prüfung für Sicherheitschänke nach VbF, als auch die wiederkehrende Prüfung an. Abzüge werden gem. EN 14175 auf ihre Abluftleistung überprüft.

Diese wiederkehrenden Prüfungen sind auch notwendig für die geforderten Explosionsschutzdokumente gem. VEXAT. Gerne unterstützen wir sie bei der Erstellung der EX Dokumente.

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Explosionsschutz

Nach den §§ 4 und 5 der Verordnung über explosionsfähige Atmosphären (VEXAT) zum ASchG ist der Arbeitgeber verpflichtet, im Rahmen der Evaluierung die Explosionsgefahren zu ermitteln und zu beurteilen und auf dieser Grundlage ein so genanntes Explosionsschutzdokument zu erstellen und auf Stand zu halten.

Wir erstellen für sie die Explosionsschutzdokumentation gemäß VEXAT §5 und Beurteilen die Gefährdungen für Arbeitnehmer in den exponierten Bereichen. Mit unserer Erfahrung erstellen wir das Zonenkonzept und legen die technischen und organisatorischen Maßnahmen fest.

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News

NEWS zu Gefahrgut uns Sicherheitsmanagement

  • Neueinstufung Salpetersäure HNO3

    Eine neue Einstufung als akut toxisch bezüglich Inhalation wird nun ab 26 % Salpetersäure vorgeschlagen. Daraus ergeben sich neue CLP Einstufungen und rechtliche Konsequenzen für formulierte Produkte auf Basis Salpetersäure.

  • Sicherer Umgang mit Peressigsäure

    Produkte auf Basis von Peressigsäure sind hochwirksamen und ökologisch
    unbedenklichen Desinfektionsmittel aber dennoch sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang und Lagerung dieser Produkte zu beachten.

Zur Person

Zur Person Daniel Herzog

Leiter einer Forschungs und Entwicklungsabteilung für Reinigung- & Desinfektionsmittel
Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker für Technische Chemie
Sicherheitsfachkraft SFK (ausg. Untertage Bergbau) gem. § 73 ASchG
Fachperson für Explosionschutz ÖNORM 2200
Sicherheitsbeauftragter gem. GGBG §11
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger


Ziviltechniker sind gem.§292 ZPO befugt zur Ausstellung öffentlicher, mit dem Siegel unterfertigter Urkunden bzw. Gutachten für Behörden, Versicherungen und Gerichte.

Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige sind Personen, die nach einem eigenen Zertifizierungsverfahren in die von den Präsidentinnen und Präsidenten der Landesgerichte geführte Gerichtssachverständigenliste 
www.sdgliste.justiz.gv.at eingetragen werden.

Daniel Herzog

Kanzlei:
Linzerstrasse 110
3002 Purkersdorf

Kontakt:
+43 699 141 80 200
kanzlei@zt-chemie.at

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